Rapport herstellen – Beziehungsaufbau im Gespräch
Rapport kommt aus dem französischen und bedeutet Beziehung, Verbindung. Der Erfolg eines Coachings hängt davon ab, ob wir in der Lage sind, eine Beziehung zu unserem Coachee aufzubauen. Der Begriff „Rapport“ geht auf den Arzt Franz Anton Mesmer (1734-1814) und den Psychiater Pierre Janet (1859-1947) zurück. Für sie war die Beziehung zu dem Patienten entscheidend für den Heilungserfolg.
Wenn zwei Menschen eine gute Beziehung miteinander haben, dann stellen wir einen gleichen/ähnlichen Rhythmus fest. Die Personen verhalten sich ähnlich.

Rapport bezeichnet den Kontakt zwischen zwei Personen. Im Coaching ist ein guter Rapport das A und O der Coachingbeziehung. Es ist ein Sich-Aufeinander-Einschwingen. Herrscht Rapport zwischen beiden Partnern, dann sind ein gleicher Rhythmus und eine Vertrauensbasis geschaffen. Die Arbeit kann beginnen. Ohne Rapport ist Coaching nicht möglich.
Ein guter Rapport zeigt sich in der...
Körpersprache
Beide spiegeln sich in ihrer Körperhaltung, Gestik, Mimik und im Augenkontakt. Beide gleichen sich ihrer Körpersprache einander an.
verbalen Sprache
Sie sprechen auch in einem ähnlichen Rhythmus und einer ähnlichen Sprache.
Einen Rapport kann man besonders gut bei verliebten Paaren beobachten. Sie ähneln sich häufig in ihrer Körpersprache, Mimik und verbalen Sprache. Beim gemeinsamen Essen sind sie so vertieft miteinander, dass sie ihre Umwelt kaum noch wahrnehmen. Die ganze Konzentration ist auf die Beziehung gerichtet.
Rapport im Coaching-Prozess
Zu Anfang des Coaching-Prozesses ist es ganz wichtig, dass zwischen Coach und Coachee ein Vertrauensverhältnis aufgebaut wird.
Der Coach kann ganz bewusst einen Rapport durch Pacing (angleichen) herstellen.
Im Gespräch verlangt Rapport von Ihnen drei besondere Fähigkeiten:
- Die Fähigkeit, sich selber wahrzunehmen: die Art wie man sich bewegt, spricht und reagiert.
- Die Fähigkeit, das Gegenüber wahrzunehmen und sich in sein Gegenüber hineinzuversetzen. Es verlangt ein großes Einfühlungsvermögen (Empathie). Für eine Zeitlang versucht der Vorgesetzte sich in die Welt des Mitarbeiters hineinzuversetzen.
- Die Fähigkeit, das eigene Verhalten zu steuern.
Beim Angleichen nehmen Sie eine offene und dem Gesprächspartner zugewandte Körpersprache ein. Die verbale Sprache ist für den Gesprächspartner gut verständlich.
Durch das Betonen von Gemeinsamkeiten und das damit verbundene Sich-Aufeinander-Einschwingen entsteht der Rapport.
Ihr Gesprächspartner fühlt sich in der Regel als Mensch von Ihnen gewertschätzt und verstanden und entwickelt eine „positive Einstellung“ zur Ihnen. Auf Basis dieser Vertrauensbildung können Sie später auch unangenehme Dinge besser ansprechen und andere (widersprechende) Sichtweisen thematisieren.

