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Landkarten-Modell – Verstehen fördern

Das Interesse für die Landkarte unseres Gegenübers ist eine wichtige Basis für den Vertrauensaufbau in Gesprächen. Die Landkarte des anderen verstehen, ohne sie auf- oder abzuwerten. Das schafft die Basis für einen Austausch.

unterschiedliche Landkarten von 2 Personen

Jeder hat seine eigene Landkarte und ist der Mittelpunkt in seiner Landkarte.

Unsere Landkarte ist unsere Struktur, die wir in unserem Kopf im Laufe unserer gesamten Biografie aufgebaut haben, um in der Welt, in der wir leben, zurechtzukommen.

Unsere Strategien, wie wir z. B. Probleme lösen, ist für uns passend; aber nicht unbedingt für unser Gegenüber. Deshalb braucht es immer die Offenheit für die Landkarte unseres Gegenübers. Wie sieht er die Welt, wie löst er Probleme, was motiviert ihn, welche Erfahrungen hat er gemacht, welche Ängste lähmen ihn und welche Ängste bewegen ihn.

Jeder hat eine andere Landkarte!

 

Beispiel:

Bei einem gemeinsamen Spaziergang nehmen die Personen die Landschaft ganz unterschiedlich wahr und erleben sie anders als der andere.

Oder:

Einer empfindet den Schreibtisch als aufgeräumt, während der andere dort nur Chaos sieht.

Was bedeutet das für den Coach?

Idealerweise haben wir gegenüber unserem Coachee eine offene und neutrale Haltung. Die Neutralität hilft uns, dass wir ihn auf der Metaebene begleiten können. Wir sollten aber auch zu seinem Umfeld eine neutrale Haltung einnehmen. Würden wir sein Umfeld negativ oder positiv bewerten, dann verlassen wir die Neutralität.

Die Landkarte des anderen zu verstehen, bedeutet, sich mit seinem Gegenüber auseinander zu setzen.

Nur wer den Blick für das Ganze hat, wird auch das Ganze erkennen.

Landkartenmodell im Coachingablauf

Das Modell der Landkarte ist im Einzelcoaching besonders hilfreich, wenn der Coach den Coachee stärker kennenlernen oder ihn in seiner Ich-Stärke fördern möchte.

Im Teamcoaching fördert das Modell das gegenseitige Kennenlernen. Dadurch entsteht mehr Verständnis füreinander und eine Konzentration auf die positiven Eigenschaften der jeweiligen Teammitglieder.